Was versteht man unter TGA?
Die Abkürzung TGA steht für „Technische Gebäudeausrüstung“. Es handelt sich um alle technischen Systeme und Einrichtungen in einem Gebäude, die dafür sorgen, dass das Gebäude funktionsfähig und sicher ist. Dazu gehören zum Beispiel Heizung, Lüftung, Klimaanlage, Elektrik und Beleuchtung. Synonyme für die technische Gebäudeausrüstung sind Gebäudetechnik, Haus- oder Bautechnik oder auch technische Ausrüstung.
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Die Gewerke der TGA nach DIN 276
Um Ordnung in die Komplexität zu bringen, wird die TGA klassischerweise in Kostengruppen (KG 400) unterteilt:
- KG 410: Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen (Sanitär)
- KG 420: Wärmeversorgungsanlagen (Heizung)
- KG 430: Lufttechnische Anlagen (Lüftung/Klima)
- KG 440: Starkstromanlagen (Elektro/Power)
- KG 450: Fernmelde- und informationstechnische Anlagen
- KG 480: Gebäudeautomation (MSR-Technik) – das Bindeglied, das alle Systeme effizient steuert.
TGA und Energieeffizienz: Ohne Automation kein Fortschritt
Die TGA ist der größte Hebel zur Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor. Rund 40 % des Energieverbrauchs in Europa entfallen auf Gebäude. Durch intelligente Planung lässt sich dieser massiv senken:
- Bedarfsgerechte Steuerung: Licht und Heizung laufen nur dort, wo sich Menschen aufhalten (Präsenzsensorik).
- Wärmerückgewinnung: Die Wärme der Abluft wird genutzt, um die frische Zuluft vorzuwärmen.
- Sektorenkopplung: Integration von Photovoltaik-Anlagen und E-Ladesäulen in das Gebäudemanagement.
Das Gehirn der TGA: Die beste Heizung ist ineffizient, wenn sie gegen eine offene Lüftung arbeitet. Hier kommt die Gebäudeautomation ins Spiel. Sie vernetzt die Gewerke und sorgt dafür, dass alle Anlagen als “Team” agieren.
Die Leistungsphasen der TGA-Planung nach HOAI
Offiziell gliedert sich die Arbeit eines Ingenieurs in 9 Leistungsphasen (LPH). Während die ersten fünf Phasen den eigentlichen kreativen und technischen Planungsprozess abbilden, konzentrieren sich die restlichen vier auf die Umsetzung und Verwaltung des Projekts.
Der Kern: Die 5 Planungsphasen
Die Realisierungs- und Betreuungsphasen
Die restlichen vier Phasen zählen streng genommen nicht mehr zur direkten „Planung am Schreibtisch“,
sondern stellen sicher, dass die Planung korrekt in die Realität umgesetzt wird:
- LPH 6 & 7: Vorbereitung & Mitwirkung bei der Vergabe
- LPH 8: Objektüberwachung – Bauüberwachung
- LPH 9: Objektbetreuung
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Als Hersteller von Produkten für die Gebäudeautomation und Lösungsanbieter fördern wir die Kooperation zwischen Planern, Bauherren und Systemintegratoren und unterstützen Sie persönlich bei der TGA-Planung. Mit unserem Know-how aus über 55 Jahren Industrieerfahrung sparen Sie Planungszeit und profitieren von einer umfassenden technischen Betreuung.
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Häufig gestellte Fragen
Sie haben Fragen, wir haben Antworten. Hier stellen wir Ihnen die häufig gestellten Fragen zur Technischen Gebäudeausrüstung vor.
Zu welchem Zeitpunkt sollte ein TGA-Planer eingebunden werden?
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Idealerweise bereits in der Leistungsphase 1 (Die Leistungsphase 1 der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) ist die Grundlagenermittlung, der Startpunkt jedes Bauprojekts). Je früher die Technik mit der Architektur abgestimmt wird, desto weniger teure Umplanungen fallen später an.
Bei welchen Gebäudetypen braucht man einen TGA-Planer?
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In der Theorie benötigt man für jedes Bauvorhaben eine gewisse technische Planung. In der Praxis unterscheidet man jedoch zwischen Standardlösungen (z. B. Einfamilienhaus), bei denen der Handwerker die Planung oft miterledigt, und komplexen Objekten, bei denen ein spezialisierter TGA-Fachplaner gesetzlich oder wirtschaftlich zwingend ist.
Was ist der Unterschied zwischen TGA und Gebäudeautomation?
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Die TGA ist der Oberbegriff für alle technischen Anlagen (Hardware). Die Gebäudeautomation ist die Intelligenz (Software/Steuerung), die diese Anlagen überwacht und optimiert.
Warum steigen die Anforderungen an die TGA-Planung?
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Durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und ESG-Kriterien (Nachhaltigkeit) müssen Gebäude heute messbar effizient sein. Das geht nur mit hochmoderner technischer Ausrüstung.
Was umfasst die Technische Gebäudeausrüstung?
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Die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) umfasst alle technischen Installationen und Anlagen in einem Gebäude, die für den Betrieb, die Sicherheit, den Komfort und die Funktionalität notwendig sind. Dies schließt eine Vielzahl von Gewerken und Systemen ein.
Was ist eine TGA-Planung?
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Die TGA-Planung ist ein Prozess, bei dem alle technischen Systeme und Einrichtungen eines Gebäudes entworfen und geplant werden. Dabei wird sichergestellt, dass alle Systeme effizient, nachhaltig und sicher funktionieren. Die Planung umfasst die Konzeption, Auslegung, Berechnung und Integration der verschiedenen technischen Komponenten eines Gebäudes.
Welche Gewerke gehören zur TGA?
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Die Gewerke der Technischen Gebäudeausrüstung umfassen verschiedene Fachbereiche:
- Heizung, Lüftung und Klima (HLK): Anlagen zur Temperaturregelung und Luftbehandlung
- Sanitärtechnik: Wasser- und Abwasseranlagen, einschließlich Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung
- Elektrotechnik: Elektroinstallationen, Beleuchtung, Sicherheitssysteme
- Brandschutz: Brandschutzsysteme wie Sprinkleranlagen und Brandmelder
- MSR-Technik (Mess-, Steuer- und Regeltechnik): Systeme zur Überwachung und Steuerung der technischen Anlagen.
Zur Technischen Gebäudeausrüstung gehören zudem die folgenden Anlagengruppen. In den Klammern finden Sie die entsprechenden Kostengruppen der DIN 276*:
- Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen (KG 410)
- Wärmeversorgungsanlagen (KG 420)
- Raumlufttechnische Anlagen (KG 430)
- Starkstromanlagen (KG 440)
- Fernmelde- und informationstechnische Anlagen (KG 450)
- Förderanlagen (KG 460)
- Nutzungsspezifische und verfahrenstechnische Anlagen (KG 470)
- Gebäudeautomation (KG 480) und Automation von Ingenieurbauten (KG 480)
*Die DIN 276 ist eine deutsche Norm, die die Kosten im Bauwesen regelt. Sie wird vom Deutschen Institut für Normung (DIN) herausgegeben und definiert die Grundsätze der Kostenplanung und -kontrolle im Bauwesen.
Was machen TGA-Planer bzw. -Ingenieure?
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Ein TGA-Ingenieur oder -Planer ist verantwortlich für die Planung und Umsetzung der technischen Systeme in einem Gebäude. Zu seinen Aufgaben gehören:
- Planung und Design: Erstellen von Plänen und Zeichnungen für die technischen Anlagen
- Berechnungen: Durchführung von Berechnungen zur Dimensionierung der Systeme
- Überwachung: Überwachung der Installation und Inbetriebnahme der technischen Systeme, um sicherzustellen, dass sie korrekt und effizient funktionieren

























