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Blog Leitfaden kommunales Energiemanagement
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Leitfaden kommunales Energiemanagement

8. September 2026
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Warum Energieeffizienz immer wichtiger wird

Kommunen stehen heute vor der Herausforderung, ihre Gebäude und Infrastruktur energieeffizienter zu gestalten. Das kommunale Energiemanagement ist dabei ein zentrales Instrument für zukunftsfähige Gemeinden. In diesem Leitfaden erfahren Sie, was kommunales Energiemanagement bedeutet, ob es eine Pflicht gibt, welche Förderungen es gibt und welche konkreten Maßnahmen Kommunen ergreifen können.

Was ist kommunales Energiemanagement?

Kommunales Energiemanagement umfasst die systematische Erfassung, Analyse und Optimierung des Energieverbrauchs aller kommunalen Liegenschaften – von Rathäusern und Schulen über Sporthallen bis hin zu Straßenbeleuchtung und Schwimmbädern. Ziel ist es, den Energie- und Ressourcenverbrauch dauerhaft zu senken, Kosten zu reduzieren und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Ein professionelles Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 bildet dabei häufig die Grundlage. Es schafft Transparenz über Verbrauchsdaten, ermöglicht den Vergleich von Gebäuden untereinander (Benchmarking) und zeigt Einsparpotenziale auf.

Unser Energiemanagemenent-System

Transparenz, Kontrolle und echte Einsparungen: Die DEOS pro.Building Suite ist Ihr zentrales Energiemonitoring-System für ein effizientes Gebäudemanagement nach ISO 50001. Von der automatisierten Berichterstellung bis hin zur Echtzeit-Überwachung Ihrer Anlagen – alles in einer Lösung, direkt im Webbrowser.

DEOS Energiemonitoring Dashboard

Ist kommunales Energiemanagement Pflicht?

Eine bundesweit einheitliche gesetzliche Pflicht zum kommunalen Energiemanagement existiert derzeit nicht. Allerdings nehmen die regulatorischen Anforderungen stetig zu:

  • Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt Mindeststandards für Neubau und Sanierung öffentlicher Gebäude vor.
  • Die EU-Energieeffizienzrichtlinie (EED) verpflichtet die Mitgliedstaaten dazu, jährlich mindestens 3 % der beheizten und/oder gekühlten Gebäudefläche öffentlicher Einrichtungen zu renovieren oder durch alternative Maßnahmen gleichwertige Energieeinsparungen nachzuweisen. 

Auf Landesebene gibt es teilweise konkretere Vorgaben – besonders deutlich ist dies in NRW.

Individuelle Beratung und Fördermöglichkeiten

  • Sie haben Fragen zum kommunalen Energiemanagement oder möchten mehr über mögliche Förderungen erfahren?

    Dann kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gerne persönlich und finden gemeinsam die passende Lösung für Ihr Projekt.

    Tristan Hinnah, Vertrieb & Business Development

Gibt es Förderungen für kommunales Energiemanagement?

Die gute Nachricht: Der Bund, die Länder und die EU stellen umfangreiche Fördermittel für kommunales Energiemanagement bereit. Die wichtigsten Programme im Überblick:

  • Bundesförderung

    Kommunalrichtlinie BMUKN (Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit) / Nationale Klimaschutzinitiative)

    Die Kommunalrichtlinie ist eines der bedeutendsten Förderprogramme für den kommunalen Klimaschutz. Gefördert werden unter anderem:

    • Klimaschutzmanager und Energiemanagementstellen
    • Energiemanagementsoftware und Messtechnik
    • Erstellung von Klimaschutzkonzepten

    Fördersätze können je nach Gemeindegröße und finanzieller Lage bis zu 65 % der förderfähigen Kosten betragen – finanzschwache Kommunen erhalten sogar bis zu 90 %.

    Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

    Über die KfW können Kommunen Zuschüsse und zinsgünstige Kredite für die energetische Sanierung ihrer Gebäude beantragen.

    Mehr über BEG erfahren
  • Landesförderung

    Jedes Bundesland hält eigene Programme bereit. Besonders bekannt sind zum Beispiel:

    Es empfiehlt sich, bei der zuständigen Landesenergieagentur nach aktuellen Ausschreibungen und Konditionen zu fragen.

  • Praxisleitfaden: So führen Kommunen ein Energiemanagement ein

    Der Praxisleitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie ein wirksames Energiemanagement aufbauen. Dabei erfahren Sie, wie sich Einsparpotenziale identifizieren, Maßnahmen sinnvoll priorisieren und Erfolge dauerhaft sichern lassen.

    Schritt 1: Bestandsaufnahme und Verbrauchserfassung

    Am Anfang steht die systematische Erfassung aller Energieverbräuche (Strom, Wärme, Wasser) für sämtliche kommunalen Liegenschaften. Moderne Energiemanagementsoftware unterstützt dabei, Verbrauchsdaten zentral zu bündeln und auszuwerten.

    Schritt 2: Analyse und Einsparpotenziale identifizieren

    Auf Basis der Verbrauchsdaten lassen sich Energiekennzahlen berechnen und Gebäude beziehungsweise Räume mit überdurchschnittlichem Verbrauch identifizieren. Oft liegen hier die größten Einsparpotenziale.

    Schritt 3: Maßnahmenplanung und Priorisierung

    Nicht jede Maßnahme lohnt sich gleichermaßen. Kommunen sollten Maßnahmen nach Wirtschaftlichkeit, CO₂-Einsparung und Umsetzbarkeit priorisieren. Dabei gilt: Nutzerverhalten und organisatorische Maßnahmen (sogenannte „No-Cost“-Maßnahmen) haben oft ein unterschätztes Potenzial.

    Schritt 4: Umsetzung konkreter Energieeffizienzmaßnahmen

    Die Umsetzung erfolgt schrittweise – von kurzfristigen Maßnahmen bis hin zu größeren Investitionen wie der Gebäudesanierung. Verfügbare Förderprogramme, etwa von der KfW oder den Ländern, sollten frühzeitig in die Planung einbezogen werden.

    Schritt 5: Controlling und kontinuierliche Verbesserung

    Energiemanagement ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Regelmäßige Berichte an Politik und Verwaltung sichern die Akzeptanz und zeigen Erfolge auf.

  • Klimaschutz durch kommunales Energiemanagement: Die Zahlen sprechen für sich

    Kommunen, die ein strukturiertes Energiemanagement einführen, erzielen in der Praxis Energieeinsparungen von bis zu 30 % – häufig ohne größere Investitionen, allein durch organisatorische Optimierungen. Das schont nicht nur das kommunale Budget, sondern reduziert auch den CO₂-Ausstoß erheblich.

    Da öffentliche Gebäude rund 35 % des gesamten Gebäudeenergiebedarfs in Deutschland ausmachen, kommt dem öffentlichen Sektor eine Vorbildfunktion zu. Kommunen, die ihren Energieverbrauch senken, senden ein starkes Signal an die lokale Gemeinschaft.

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