Praxisnahe Lösung zur Heizkostenverordnung

Heizkostenverordnung (HKVO) im Überblick

Die Heizkostenverordnung, oftmals als HeizkostenV oder HKVO abgekürzt, regelt die Abrechnung von Heiz- und Warmwasserkosten im Miet-/Nutzungsverhältnis sowie im Wohnungseigentümerverhältnis. Betreibern und Gebäudenutzern sollen diese Bestimmungen mehr Transparenz und ein erhöhtes Bewusstsein für einen energetisch effizienten Gebäudebetrieb vermitteln, um letztendlich die Energieverbräuche zu senken. Grundlage der Bestimmungen der HKVO sind die Energieeffizienzrichtlinie (Energy Efficiency Directive; kurz EED) der Europäischen Union sowie die nationale Umsetzung im Gebäudeenergiegesetz (kurz GEG).

Die Heizkostenverordnung wird regelmäßig überprüft und an neue Gegebenheiten angepasst. Die letzte Anpassung bzw. Novellierung trat im Dezember 2021 in Kraft und beinhaltete einige Neuerungen.

Was hat sich an der Heizkostenverordnung geändert?

Seit Ende 2021 ist die neue Heizkostenverordnung (HKVO) und dessen Umsetzung durch das deutsche Recht vorgeschrieben. Damit wird nicht nur die monatliche Verbrauchsinformation an die Energieabnehmer sowie der Einbau fernauslesbarer Zähler verpflichtend, sondern auch eine interoperable Messtechnik und Datenspeicherung bzw. -weitergabe müssen umgesetzt werden. Die größte Herausforderung hierbei besteht in der flexiblen und wirtschaftlichen Umsetzung insbesondere für Bestandsgebäude.

Zählerfernablesung (ZFA)

Die Grundlage der Novellierung ist die Digitalisierung und Transparenz. Diese werden durch eine moderne Verbrauchsdatenerfassung über Zähler oder Heizkostenverteiler mit Fernauslesung erreicht. Messtechnische Ausstattung, die ab Dezember 2021 verbaut wird, muss daher zwingend fernablesbar sein. Sollten lediglich einzelne Geräte aus einem nicht fernablesbaren System ausgetauscht werden müssen, gilt dies als Ausnahme. Als fernablesbar werden Walk-by- und Drive-by-Technologien definiert. Grundsätzlich müssen bereits installierte Messgeräte, die nicht fernablesbar sind, bis Ende 2026 um die Funktion der Fernablesung ergänzt oder gegen moderne Geräte mit dieser Funktion getauscht werden.

Interoperabilität & SMGW-Kompatibilität

Neu installierte und fernablesbare Messtechnik muss ab dem 01.12.2023 mit Systemen anderer Hersteller bzw. Anbieter interoperabel sein. Das bedeutet, dass die Geräte Messdaten und Informationen problemlos untereinander austauschen können. Neben der Interoperabilität muss die Messtechnik auch an Smart Meter Gateways (SMGW) angeschlossen werden können. Bereits vorher installierte und fernauslesbare Geräte sind von dieser Frist ausgenommen und müssen erst bis Ende 2031 SMGW-fähig sein.

Mitteilungs- und Informationspflicht

Neben der Nachrüstungspflicht beinhaltet die HKVO auch eine Mitteilungs- und Informationspflicht. Gebäudeeigentümer müssen ihren Mietern/Nutzern ab der Novellierung mindestens zwei unterjährige Verbrauchsinformationen (kurz UVI) pro Jahr zukommen lassen, wenn fernablesbare Messtechnik zur Verbrauchserfassung installiert wurde. Ab 2022 muss die unterjährige Verbrauchsinformation monatlich erfolgen.

Zusätzliche Informationen wie der tatsächliche Energiepreis, Gesamtenergiekosten, CO2-Emissionsdaten, Brennstoffmix oder der Energievergleich zum Vorjahr und dem durchschnittlichen Verbraucher sorgen für die notwendige Transparenz.

Pflichten und wichtige Fristen der HKVO im Überblick

Einfache Umsetzung der Heizkostenverordnung

Mit unseren smarten Mess- und Erfassungsgeräten zur Fernablesung erfüllen wir die Anforderungen der Heizkostenverordnung und bieten gerade Gebäudebetreibern sowie Gebäudeeigentümern eine praxisnahe und schnell umsetzbare Lösung. Neben der notwendigen Hardware beinhaltet die DEOS Lösung eine herstellerneutrale IoT-Plattform zur Visualisierung der Energieverbräuche. So kommen Sie der Pflicht zur unterjährigen Verbrauchsinformation einfach und komfortabel nach und haben all Ihre Energieverbräuche auf einen Blick – egal ob für ein Neubauprojekt oder im Bestandsgebäude.

Die richtigen Energiezähler

Für die Umsetzung der HKVO werden die richtigen Energiezähler benötigt. Als Hersteller für Gebäudeautomation bieten wir neben der klassischen M-Bus Schnittstelle auch neueste LoRaWAN Funklösungen an. Gerade das LoRaWAN Funkprotokoll setzt sich als Standard bei der Nachrüstung in Bestandsgebäuden durch. Es besticht mit seiner hohen Funkreichweite, der exzellenten Gebäudedurchdringung sowie der langen Batterielaufzeiten von bis zu 10 Jahren, je nach Sensortyp. Die teure und aufwändige Kabelverlegung wird hierdurch hinfällig. Nutzer erhalten hingegen größtmögliche Flexibilität in Bezug auf die Platzierungen der Sensoren und profitieren von der kostengünstigen Infrastruktur einer LoRaWAN Lösung. Sowohl LoRaWAN als auch M-Bus Energiezähler werden über Gateways mit der DEOS IoT-Plattform verbunden und stellen die gesammelten Daten zur Verfügung.

Die passende Plattform

In der IoT-Plattform pro.Building Suite werden alle gesammelten Zählerdaten aufbereitet und für den Endnutzer in praktischen Dashboards visualisiert. Sowohl Facility Manager als auch Gebäudenutzer können so auf die individuellen Verbrauchsdaten per Standardbrowser oder App zugreifen und werden für Ihre Energieverbräuche sensibilisiert. Aufgrund der einfach strukturierten Dashboards können auch Nicht-Techniker aktuelle Verbräuche einsehen und diese in Bezug zum Vormonat, dem Vorjahr oder auch dem normierten Durchschnittsverbraucher vergleichen.

Von Vorteilen profitieren

Der große Vorteil unserer IoT-Plattform: Die Zähler- sowie Gebäudestruktur werden 1:1 digital abgebildet und legen den Grundstein für den digitalen Gebäudezwilling. So wird die Vielzahl an Zählern und Sensoren eindeutig und für Jedermann nachvollziehbar erfasst und transparent für das Facility Management dargestellt. Über offene Schnittstellen können z. B. historische Daten importiert werden oder die Gebäude-/Energiedaten einem weiteren System (z. B. Abrechnungssysteme) bereitgestellt werden.

Neben den Energiedaten nimmt die DEOS IoT-Plattform auch weitere Gebäudedaten wie Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, CO2-Gehalt oder Betriebsinformationen der TGA-Anlagen auf. In Kombination mit einem vorhandenen Gebäudeautomationssystem bietet die IoT-Plattform erweiterte Funktionen, um den Anlagenservice und den Gebäudekomfort zu verbessern.

Unser hoher Anspruch an Datenschutz, Datensicherheit und Interoperabilität rundet die DEOS Smart Metering Lösung ab.

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