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Tag der offenen Tür - DEOS nimmt an der Akzeptanz-Offensive der Wirtschaftsvereinigung Steinfurt teil

Aus Garagenbetrieb wird Technologieführer

Geschichte der DEOS AG beginnt 1967 in Eschendorf als Großhandel   für Heizungskessel und Pumpen

RHEINE. Die Geschichte der DEOS AG begann im Jahre 1967 mit der Gründung der Plüth Energietechnik GmbH durch Klaus Plüth, Vater des heutigen Vorstandsvorsitzenden, in einer Garage in Eschendorf. Anfangs war es ein Großhandel für Heizungskessel und Pumpen, später entwickelte sich ein Anbieter von Gebäudeautomation. Im Jahre 1986 wurde der erste frei programmierbare Controller (COSMOS) entwickelt.

Im Jahre 2002 erfolgte die Neuausrichtung. Das Unternehmen übernahm die Technologieführerschaft für Systeme zur Energieoptimierung. Heute gibt es unter dem Dach der DEOS AG die Plüth Gebäudeautomation und DEOS control systems, die DEOS International sowie Tochtergesellschaften in den Niederlanden, Schweiz und Australien. Im Jahre 2011 wurde am Standort Rheine die eigene Fertigungsstraße in Betrieb genommen.

 

Die Energiemanager

DEOS AG ist als Technologieführer weltweit im Bereich Gebäudeautomation unterwegs

-jk- RHEINE. Es sind Zahlen, die aufhorchen lassen: Rund die Hälfte der Energie in Gebäuden wird immer noch oftmals nutzlos verwendet. Also im wahrsten Sinne des Wortes durch den Schornstein in den Himmel gejagt, meint Stefan Plüth. Der Vorstandsvorsitzende der DEOS AG weiß, wovon er spricht. Schließlich hilft der Spezialist für Gebäudeautomation seit Jahren erfolgreich, Unternehmen, aber auch Privathaushalten, mit intelligenter Steuerung Energie einzusparen. „Wir sparen 50 Prozent Energie dadurch ein, dass wir sie dort einsetzen, wo sie auch benötigt wird“, sagt Plüth. „Wir machen also Energiemanagement. 

Dabei sei es mehr als nur die effektive Steuerung der Heizung, die den Geldbeutel der Immobilienbesitzer spürbar entlaste. Lüftung, Beleuchtung, Klimatisierung, Be- und Entfeuchtung, Wasserverbrauch – die Liste der Einsatzgebiete für moderne Gebäudeautomation ist lang. Dies erkennen immer mehr Unternehmen – und das zunehmend auch international. „Wir sind mittlerweile weltweit unterwegs“, sagt Plüth. Neben den sechs Standorten in Deutschland gebe es inzwischen drei Niederlassungen im Ausland. Und den Kampf mit den großen Anbietern scheut DEOS keineswegs. „Als Mittelständler sind wir wesentlich schneller und flexibler, als unsere großen Mitbewerber“, sagt Plüth.

In erster Linie seien es Altbauten, die saniert und mit einem modernen Energiemanagement ausgestattet würden. Kein Wunder, sind Abbruch- und Recyclingkosten doch immens. „Mit einer Kernsanierung kann man ein altes Gebäude auf einen völlig neuen Standard bringen“, verdeutlicht der Vorstandsvorsitzende. Die Liste der Referenzobjekte ist lang: von der Zentrale der heutigen VR-Bank Kreis Steinfurt über die Museumsinsel in Berlin und den Münsteraner Dom bis hin zum Tower des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg.

Kernphilosophie des Unternehmens ist dabei, sämtliche Produkte komplett selber zu entwickeln und zu fertigen. Eigens dafür hat die DEOS AG im März 2011 eine neue SMD-Fertigungsstraße in Betrieb genommen. Im Bau befindet sich aktuell ein neues Büro- und Schulungsgebäude an der Birkenallee. Hier will das Unternehmen künftig neue Technologien entwickeln und diese dem Fachpublikum präsentieren. Über 100 Gäste aus aller Welt können hier ab Mitte des kommenden Jahres gleichzeitig an Fachveranstaltungen teilnehmen. „Hier können wir auch live demonstrieren, was modernes Energiemanagement kann“, sagt Plüth. Denn die neue Firmenzentrale wird selbstverständlich über die neueste Technik auf dem Gebiet der Gebäudeautomation verfügen. 

Auch von außen soll das neue Gebäude auf sich aufmerksam machen. „Wir kooperieren im Bereich der LED-Beleuchtung mit zwei international namhaften Unternehmen. Die Steuerung für die LED-Beleuchtung wird vom eigenen Entwicklungsteam – und somit made in Rheine – erstellt und ist in dieser Form in der gesamten Region einzigartig“, verspricht der DEOS-Chef.

 

Technologisch sehe sich das Unternehmen „ganz weit vorne.“ Was sich auch an den Umsatzzahlen ablesen lässt: In diesem Jahr rechnet die DEOS AG mit einem Rekordumsatz. „Wir wachsen jährlich um bis zu 30 Prozent. Und das wird auch so bleiben“, sagt Plüth. Seine Zuversicht leitet der Vorstandsvorsitzende auch aus den großen Entwicklungen ab. „Energie wird knapper, dieser Trend wird sich nicht umkehren.“

 

Die dadurch wiederum steigenden Energiepreise machten es für jedes Unternehmen unverzichtbar, sich aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit Gedanken über die Energiekosten zu machen. „Bei einigen Unternehmen spielt das mittlerweile eine entscheidende Rolle“, weiß Plüth. Und auch die von der Politik ausgerufene Energiewende könne ohne wirksame Energieeffizienz nicht funktionieren. „Wir müssen unseren Energieverbrauch halbieren, wenn wir die Energiewende mit regenerativen Energien schaffen wollen“, sagt Firmenchef Plüth.

 

Um den steigenden Anforderungen an Energiemanagementsysteme zu genügen, ist die DEOS AG national und international ständig auf der Suche nach geeigneten Fachkräften. Und so hat der Mittelständler Kooperationsverträge mit benachbarten Hochschulen und auch dem Berufskolleg abgeschlossen. So ist das Thema Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern für das Firmenmanagement eine ständige Aufgabe und Herausforderung.

 

Münsterländische Volkszeitung, 16.11.2013