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Paulus Dom Münster

Ein Gebäude ist immer eine Mischung aus Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Funktionalität. Über die Zukunftsfähigkeit entscheiden die richtigen Investitionen in der Gegenwart. Dies gilt sicherlich auch für den Paulus-Dom zu Münster mit seiner über 1200-Jährigen Geschichte. Ein besonderer Ort der Begegnung für Gläubige und Gäste aus aller Herren Länder, der jetzt mit modernster Gebäudeautomation ausgestattet worden ist.

Die Schaffung eines optimalen Raumklimas bei maximaler Energieeinsparung ist im Zeitalter von „Greenbuilding“ gleichzeitig ein Bekenntnis zur Verantwortung für die Umwelt.

 Die DEOS AG aus Rheine unterstützte jetzt das Bistum bei der Sanierung des Paulus-Doms um diese Akzente zu setzen. In einem Gebäude können heute alle Funktionsabläufe gewerkeübergreifend vollautomatisch nach vorgegebenen Einstellwerten gesteuert werden. Deren Bedienung bzw. Überwachung ist komfortabel und einfach zu handhaben. Alle Sensoren, Aktoren, Bedienelemente und technischen Verbräuche und Einheiten im Gebäude werden miteinander vernetzt und Abläufe in Szenarien zusammengefasst. Es ist diese Gesamtheit von Überwachungs-, Steuer-, Regel- und Optimierungseinheiten in Gebäuden, die ein riesiges Einsparpotenzial beinhaltet.

Kurzum: Gebäudeautomation ist heute eine Schlüsseltechnologie, insbesondere bei eindrucksvollen Ersparnissen beim Verbrauch fossiler Energieträger, dem Klimaschutz und der Schonung natürlicher Ressourcen.

 

Das aus Rheine stammende familiengeführte mittelständische Unternehmen DEOS AG, das im Jahre 1967 als Plüth Gebäudeautomation gegründet wurde, bekam von der Bauverwaltung des Bistums Münster den Auftrag, das Zentrum und Wahrzeichen des drittgrößten katholischen Bistums in Deutschland gebäude- und energietechnisch auf den modernsten Stand der Technik zu bringen.

Der europa- und weltweit tätige Entwickler und Hersteller ganzheitlicher Systeme zum Heizen, Kühlen und Belüften von großen öffentlichen Gebäuden zählt zu seinen Referenzen bereits eine ganze Reihe eindrucksvoller historischer Gebäude. Die gotische Bauweise mit ihren hohen Decken stellt in der Gebäudeautomation eine besondere Herausforderung dar.

 

Ein Schwerpunkt der Arbeiten ist die Sanierung der Lüftungsanlagen von Dom, Marienkapelle, Sakristei, Kapitelsaal, Kreuzgang und der Grablege. Die Erweiterung der Wärmeversorgung sowie die Umrüstung von einer Öl- auf eine Fernwärmeheizung ist ein weiterer Sanierungsschwerpunkt. Der Grundwärmebedarf der Fußbodenheizung der Sakristei und die Lüftung des Doms werden durch zwei autarke Wärmepumpen abgedeckt. Die Heizkörper und Spitzenlast der Lüftungen werden durch Fernwärme umgesetzt. Vier Automationsstationen der DEOS AG auf der Basis modernster Technik stellen das Herzstück der neuen Regelung dar.

 

Der Haustechniker kann über die Gebäudeleittechnik (GLT) durch eigens erstellte Grafiken für einen Tablet- PC die Betriebszustände übersichtlich und einfach kontrollieren und gegebenenfalls ändern. Um aus optischen Gründen das Verlegen von Leitungen im historischen Mauerwerk zu vermeiden, werden die Raumtemperaturen durch Funkfühler erfasst.

 

Wirtschaft Münsterland

2. Ausgabe April/Juni 2013