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Fachkräftemangel: Jens Spahn informiert sich bei DEOS in Rheine

Rheine. Gut qualifizierte Mitarbeiter sind der wichtigste Pfand für Zukunft – auch für Rheine. „Intelligente Antworten auf die Herausforderungen durch den sich zuspitzenden Fachkräftemangel sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass der ländliche Raum nicht den Anschluss an die weitere wirtschaftliche Entwicklung in den Bevölkerungszentren verliert“, betonte der CDU- Bundestagsabgeordnete Jens Spahn jetzt anlässlich eines Besuches bei der DEOS AG in Rheine.

Seit Jahren ist das Thema Fachkräftemangel einhergehend mit dem Demografieproblem auf der politischen Agenda. Berechnungen zufolge wird Deutschland bis 2060 ein Fünftel der Bevölkerung verlieren – etwa 17 Millionen Einwohner. Jeder Dritte wird dann 65 Jahre oder älter sein.

Welche Strategien ein mittelständisches  Unternehmen wie die DEOS AG als Entwickler und Hersteller hochkomplexer Gebäudeautomation entwickelt, interessierte den Bundestagsabgeordneten dabei besonders. Denn er ist überzeugt: „Die Zahl der zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte wird sinken, selbst wenn wir alle zu Hause gut ausbilden“.

 

DEOS stelle sich dieser Herausforderung, betonte Michael van Well, DEOS-Vorstand  für das operative Geschäft (Anlagenbau), Finanzen (Rechnungswesen u. Materialwirtschaft), sowie Personal.   Die Suche nach geeigneten Mitarbeitern sei für das Unternehmen mittlerweile eine ganzjährige Aufgabe.  Basierend auf modernste Technologien für intelligente und ganzheitliche Systeme entwickelt DEOS Lösungen für hochenergieeffizienten Automation von Gebäuden. „In einem wachsenden Unternehmen ändern sich auch die Anforderungen an das Personal. Dies bedeutet, dass Ausbildung nicht nur am Anfang des Berufslebens steht, sondern durch eine gezielte Aus- und Weiterbildung ständig fortgeführt werden muss“, unterstrich van Well.

 

„Wir legen großen Wert darauf, dass unsere sämtlichen Kernprodukte bei uns im Hause entwickelt werden“, so van Well weiter.

Um den akuten Personalbedarf des Unternehmens an gut qualifizierten Mitarbeitern  zu sichern, setze das Unternehmen sowohl auf den regionalen wie auch überregionalen Arbeitsmarkt.

 

In der mittel- und langfristigen Personalplanung spiele jedoch auch die systematische eigene Aus- und Weiterbildung für unser Unternehmen in den vergangen Jahren eine immer bedeutsamere Rolle, so die Personalreferentin der DEOS Holding Julia Leyendecker. Seit August dieses Jahres leitet die staatlich geprüfte Betriebswirtin das Personalwesen der DEOS AG.

 

„Für den Wirtschaftstandort Rheine erfüllen Unternehmen wie DEOS eine enorm wichtige Funktion“, erklärte Udo Bonk, CDU-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt.  Sie böten  jungen Menschen die Möglichkeit, den Weg in hochqualifizierte Berufe nach  Abitur und Studium mit der Perspektive eines sicheren Arbeitsplatzes in Rheine zu finden.

 

„Die qualifizierte Nachwuchsförderung, in technischen und kaufmännischen Berufen wie z. B. Elektroniker, Fachinformatiker, Betriebswirte insbesondere durch Unternehmen der mittelständischen Wirtschaft liegt auch im ureigenen Interesse der  Politik. Die Ausbildung junger Menschen sei insbesondere ein Wesensmerkmal der mittelständischen Wirtschaft. Ohne Ausbildung ist Mittelstand nicht denkbar“, betonte der Bundestagsabgeordnete Jens Spahn. Auch die Anwerbung entsprechend qualifizierter junger Menschen aus den Ländern Südeuropas und verstärkte Ausbildung von Frauen in Ingenieurs- und technischen Berufen  biete dabei weitere Optionen.

 

„Der Kampf um Auszubildende wird in Zukunft immer schwerer“, richtete Michael  van Well den Blick nach vorn. Dennoch ist er, was das Anforderungsprofil der DEOS AG für neue Mitarbeiter angeht, optimistisch. „Die Zahl der jungen Menschen, welche die von uns benötigten Qualifikationen anstreben, wächst zurzeit trotz rückläufiger Schulabgänger. Dadurch wird für uns die demografische Entwicklung etwas abgemildert“. Der Diplom Ingenieur sieht das Unternehmen im „Kampf um die klugen Köpfe“ gut aufgestellt: „Mit unseren Produkten sind wir im Zukunftsbereich Energieeinsparung positioniert und bieten dort ein breites Betätigungsfeld vom spezialisierten Entwickler bis hin zum international tätigen Vertriebsmitarbeiter.“

 

Artikel aus dem Wirtschaftsmagazin „Wirtschaft Münsterland“ in der Ausgabe 4, 2012